Die Loa

Die Loa

Baron Samedi
Baron Samedi ist sowohl ein Totengott, als auch ein Fruchtbarkeits- und Lebensgott. Er ist der Herrscher über die Ghede, Loa, die mit dem Tod, der Fruchtbarkeit und der Magie in Verbindung gebracht werden und entweder als seine Familie oder verschiedene Aspekte seiner selbst angesehen werden.
Mit Zylinder und Frack ist der Baron stets wie ein Gentleman gekleidet, auch wenn sein Verhalten oft anderes schließen lässt. Der Baron liebt es, ausladende Partys zu feiern, Genussmittel, vor allem Rum, in rauen Mengen zu genießen und sich unflätig zu verhalten. Trotz seines lauten und unhöflichen Verhaltens gilt er als extrem charmant und eloquent und vermag es, jeden um den Finger zu wickeln.
Als Opfergaben bevorzugt er Rum, Zigarren und Nahrungsmittel. Gemeinsam mit seiner Frau, der feurigen Schutzherrin der Friedhöfe Maman Brigitte, und seinem Sohn Nibo lebt er in seiner Villa im Totenreich der Loa am Meeresboden.
Der Baron ist einer der Götter, die es bevorzugen, sich kaum bis gar nicht zu verstellen, wenn sie auf die Erde kommen. Wie die meisten anderen Loa fährt der Baron oftmals in Sterblichen, sogenannte Cheval(Pferde), ein, wenn er die Erde besuchen will. Diese seine Pferde kleiden sich in elegantem Schwarz, trinken Rum und feiern, als ob es kein Morgen gäbe.
Die Kinder des Baron erben meist seinen Charme und seine Lebensfreude und müssen sich, dank der Fürsorge ihres Vaters, selten wirkliche Sorgen um ihre Lebensgrundlage machen.
Assoziierte Attribute: Episches Charisma.
Assozierte Domänen: Cheval, Dunkelheit, Leben, Psychopomp, Tod, Magie.
Fertigkeiten: Befehligen, Integrität, Okkultismus, Politik, Zähigkeit, Präsenz.

Damballah
Damballah ist eines der prominentesten Beispiele für die Vermischung der alten afrikanischen Glaubensinhalte mit christlichen Motiven. Der ursprüngliche Himmels- und Fruchtbarkeitsgott wird oft als Mose dargestellt und trägt die Farben weiß und silber. Seine bevorzugten Opfergaben sind Eier, die in einem Häufchen Mehl dargereicht werden, doch er freut sich über alles, das weiß ist. Gemeinsam mit seiner Frau, der Regenbogenschlange Ayida Wedo, stellt er ein gütiges, göttliches Elternpaar dar, das die Menschen liebt und beschützt.
Damballah ist der Schutzherr der Kranken, Verkrüppelten, Albinos und Kinder.
Damballahs Pferde sprechen nicht und kommunizieren auch nicht auf andere, gewöhnliche Arten, sondern zischeln wie Schlangen und winden sich.
Auch wenn Damballah sich höchst selten auf der Erde aufhält, ist er doch ein überaus fürsorglicher Vater, vielleicht sogar der fürsorglichste aller Götter.
Die Mütter seiner Nachkommen müssen nie Hunger und Armut leiden und seine Kinder selbst erhalten oft kleine, nicht unbedingt wertvolle, aber liebevoll gemeinte, Geschenke.
Die Nachkommen Damballahs sind allesamt energetische, kreative Freigeister und keinesfalls für irgendwelche Bürojobs geeignet.
Assoziierte Attribute: Epische Intelligenz, Episches Charisma.
Assozierte Domänen: Cheval, Himmel, Leben, Mysterium, Schutz, Tier(Schlange).
Fertigkeiten:Aufmerksamkeit, Empathie, Integrität, Medizin, Präsenz, Wissenschaft.

Erzulie
Ihre Darstellungen schwanken von der schwarzen Madonna, der leidenden Liebenden und der gütigen Mutter zur engagierten Kriegerin aus Liebe in Gestalt von Jeanne D’arc.
Erzulie ist die Liebesgöttin der Loa, die Ehefrau von Damballah, Ogoun und Shango und gleichzeitig die Beschützerin der Frauen, der Homosexuellen und Transvestiten.
Als Schutzherrin der Frauen tritt sie in den 3 klassischen Darstellungsformen von Frauen auf:
Freda, die verführerische junge Frau,
Dantó, die matronenhafte, rundliche Mutter und
Je Wouj, die rotäugige alte Frau, die von niemandem mehr geliebt wird.
Erzulie liebt die Farben rot, gold und rosa sowie süßes und Schmuck aller Art, welches ihr von ihren Anhängern in rauen Mengen geopfert wird.
Die Cheval, in die Erzulie eingefahren ist, geben sich meist ihren Gefühlsausbrüchen hin und weinen hemmungslos.
Erzulies Nachkommen sind ähnlich emotional und liebevoll wie ihre Mutter und werden von ihr liebevoll umsorgt.
Assoziierte Attribute: Episches Aussehen, Episches Charisma.
Assozierte Domänen: Cheval, Emotion (Liebe, Lust), Krieg, Schutz.
Fertigkeiten: Athletik, Empathie, Integrität, Kunst, Präsenz, Überleben.

Kalfu
Kalfu, der dunkle Zwilling von Legba und oft mit ihm verwechselt, ist einer der beiden Götter der Kreuzungen. Er steht seinem Bruder auf der Kreuzung gegenüber und versinnbildlicht die bösartigen Geister der Nacht, während Legba für das Gute und moralisch korrekte steht.
Kalfu ist einer der Mittler zwischen den Göttern und der Sterblichen und kann Kontakt fördern oder unterbinden.
Anders als sein Bruder Legba hat Kalfu große Freude daran, Verwirrung und Zerstörung unter den Sterblichen zu säen. Er macht sich gern eine Freude daraus Ereignisse anzustoßen und das desaströse Ergebnis zu beobachten.
Man opfert ihm Rum, der mit Schwarzpulver versetzt wurde.
Wenn Kalfu sich auf der Erde aufhält, dann gern z.B. in der Form des Priesters, der unterschwellig seine Schäfchen korrumpiert.
Kalfus Kinder haben die klassischen Probleme von Tricksergottkindern. Manche von ihnen sind wirklich verbrecherisch und hinterhältig, andere werden einfach in Dinge hineingezogen, für die sie nichts können.
Einige Kinder Kalfus retten sich in gute Taten und ein moralisch einwandfreies Leben, nur, um nicht mehr länger mit den Vorurteilen ihrem Vater gegenüber kämpfen zu müssen, andere lassen sich irgendwann treiben und beginnen das beinahe unausweichliche Chaos, das um sie entsteht, zu genießen und aktiv mitzugestalten.
Assoziierte Attribute: Episches Charisma.
Assozierte Domänen: Chaos, Cheval, Dunkelheit, Magie, Mond, Psychopomp.
Fertigkeiten: Athletik, Heimlichkeit, Okkultismus, Präsenz, Verbrechen, Überleben.

Legba
Mit Legba beginnt und endet jede Zeremonie, denn er ist es, der den Sterblichen Zugang zu den Göttern erlaubt oder verwehrt. Er vermag es, sämtliche Sprachen der Menschheit zu sprechen.
Er steht Kalfu gegenüber auf der Kreuzung und vermag es, den Weg zu weisen oder Auskunft zu verweigern.
Wie die meisten anderen Loa hat Legba eine Entsprechung im Christentum.
Man verbindet ihn mit wohltätigen Gestalten wie Lazarus.
Auf der Erde geht Legba gern Betätigungen nach, die auf den ersten Blick unkoscher wirken, dann aber doch seinem Hilfsbedürfnis zugutekommen.
Der Drogendealer, der tatsächlich einen lebensverändernden Ratschlag gibt oder Diktator eines kleinen Inselstaates.
Legbas Nachkommen haben, ähnlich wie ihr Vater, eine gute Menschenkenntnis, sowie das starke Bedürfnis, Menschen zu helfen.
Assoziierte Fähigkeiten: Episches Charisma, Epischer Geist.
Assozierte Domänen: Cheval, Gerechtigkeit, Prophezeiung, Psychopomp, Sonne.
Fertigkeiten: Befehligen, Empathie, Integrität, Okkultismus, Politik, Bildung.

Nibo
Nibo war einst ein Mensch, ein schöner junger Mann, der hinterrücks ermordet wurde.
Doch anstatt wie die anderen Geister im Totenreich der Loa dem Vergessen anheim zu fallen, wurde er von Baron Samedi und seiner Frau Maman Brigitte adoptiert, da die beiden so großen Gefallen an ihm hatten.
Nibo ist heute ein Ghede, ein Teil von Baron Samedis Familie der Totengötter.
Ob er selbst ein Nachkomme war, der zum Gott aufgestiegen ist, oder ein normaler Sterblicher, der den Göttern einfach sehr gefiel, ist heute nicht mehr bekannt.
Und eigentlich interessiert es auch keinen der Loa.
Anders als der Baron, der als Lebens- , Fruchtbarkeits- und Totengott ein verschwenderisches, kurzes Leben propagiert, ist Nibo assoziiert mit der lebensverlängernden Medizin.
Wenn Nibo sich auf der Erde herumtreibt, dann entweder als schicker Gentleman, ähnlich wie sein Adoptivvater, oder als Transvestit.
Seine Nachkommen sind ähnlich wie er sehr lebensfroh und wandelbar mit dem gleichen Hang zur Fürsorge und Hilfsbereitschaft.

  • Assoziierte Fähigkeiten: Episches Aussehen, Episches Charisma.
    Assozierte Domänen: Cheval, Fruchtbarkeit, Leben, Psychopomp, Tod.
    Fertigkeiten:Aufmerksamkeit, Empathie, Integrität, Medizin, Okkultismus, Präsenz. *

Ogoun
Ogoun vereinigt als metallverarbeitender Gott und Sinnbild der Krieger den Schmied mit dem Soldaten.
Er wird häufig dargestellt mit einem Säbel, einem Dolch oder einer Machete aus Eisen, sowie einer weißen Uniform mit roter Schärpe.
Wenn er auf der Erde weilt, dann immer in der Rolle des hochrangigen Generals oder eines anderen Befehlshabers mit tatsächlicher Macht.
Ogouns Nachkommen sind genauso starke Persönlichkeiten wie ihr Vater und ihm in den meisten Fällen zweifellos treu.
Assoziierte Fähigkeiten: Episches Charisma, Epische Konstitution, Epische Stärke.
Assozierte Domänen: Cheval, Erde, Feuer, Krieg.
Fertigkeiten: Handwerk, Kunst, Nahkampfwaffen, Präsenz, Politik, Zähigkeit.

Shango
Shango ist der starke, gerechte Priesterkönig, der weise herrscht und Ungerechtigkeit bestraft. Wie Ogoun kleidet er sich gern in rot und weiß und er benutzt eine von Ogoun gefertigte Steinaxt.
Shango ist der Herr über den Donner, der seine Stärke symbolisiert.
Auch wenn er sich an die Richtlinien und Vereinbarungen des Vertrages der Götter hält, etwas anderes würde seine Ehre nicht zulassen, strapaziert er doch gerne die Grenzen des Vertrages, indem er sich soweit persönlich in die Geschehnisse auf der Erde einmischt wie legal möglich. Ein König muss sich schließlich um sein Volk kümmern.
Ein König, ein Bodyguard oder ein fanatischer Anhänger eines Politikers, all dies sind Rollen, die ihm gefallen.
Laut der Legende hatte Shango 3 Frauen, mit denen er viele Söhne hatte, die zu gleichen Teilen Könige, Priester und ehrenhafte Banditen wurden.
Auch heute ist lassen sich viele seiner Nachkommen in diesem Schema finden.
Assoziierte Fähigkeiten: Episches Charisma, Epische Stärke.
Assozierte Domänen: Cheval, Gerechtigkeit, Himmel, Krieg, Prophezeiung.
Fertigkeiten: Befehligen, Integrität, Kunst, Nahkampfwaffen, Präsenz, Zähigkeit.

Die Loa

Scion- Ein epischer Quest Schicksal